Woran erkenne ich eine gute Jagdschule? Woran eine gute Jägerausbildung?

Irgendwann hat man für sich den Entschluss gefasst: „Ich will den Jagdschein machen“. Doch die Frage ist nun wie?! Kurse der Kreisjägerschaften nehmen oftmals ein ganzes Jahr in Anspruch, dessen Unterricht an mehreren Abenden in der Woche durchgeführt wird. Zusammen mit dem umfangreichen Lernpensum bereitet es oftmals Schwierigkeiten sich diese Zeit im straff organisierten Alltag zu nehmen. Deshalb ziehen es viele angehende Jungjäger vor, das Wissen komprimiert auf wenige Wochen oder Monate verteilt in Jagdschulen zu erwerben. Rund 242 Jagdschulen in Deutschland führen diese Kurse in kommerziellem Rahmen durch. Grund genug einmal zu hinterfragen, was eine gute Jagdschule eigentlich ausmacht. Denn das Wissen fürs Jägerleben soll nicht nur käuflich für mehrere tausend Euro erworben werden, sondern auch den eigenen Horizont erweitern.

Für diesen Artikel haben wir mit Ausbildungsleiter Dierk Thönnes von der Jagdschule Eifel darüber gesprochen, woran man eigentlich eine gute Jagdschule erkennt und was eine gute Jägerausbildung überhaupt ausmacht. Denn: Jagdschulen gibts wie Sand am Meer, doch nicht alle sind gut. Meine Jagdschul-Erfahrungen sind sogar sehr negativ gewesen, weshalb ich bei dem Thema immer sehr genau hinsehe.

Dierk Thönnes, Ausbildungsleiter bei der Jagdschule Eifel / Foto: Jagdschule Eifel

Dierk hat in Hochzeiten der Coronakrise überlegt, was er seinen Schülern als Überbrückungsmaßnahme bis zu den nächsten Präsenzkursen anbieten kann und ist so auf unser Eselsbrücken E-Book für die Jägerprüfung aufmerksam geworden, welches er an seine Schüler empfohlen hat. Und weil wir uns so gut verstanden haben, haben wir Dierk gleich mal als Gastautor bei uns eingeladen, denn als Jagdschulinhaber ist er natürlich ganz nah dran an den Jägerprüfungen.

Wie sind die gesetzlichen Bestimmungen für die Jägerprüfung in Deutschland?

Jungjäger Ausrüstung: Wie ist in Deutschland eigentlich der Weg zum Jagdschein geregelt?
Dierk Thönnes
: Aufgrund des föderalistischen Systems in Deutschland gibt es viele Wege, die Jägerprüfung zu absolvieren. Die Erteilung eines Jagdscheins in Deutschland regelt das Bundesjagdgesetz. Darin steht, wer einen Jagdschein lösen will, der muss die Jägerprüfung bestanden haben.
Das Bundesjagdgesetz erfordert lediglich, dass die Prüfung aus einem theoretischen, einem mündlichen Teil und einer Schießprüfung bestehen muss und legt die Wissensgebiete fest. Wie diese Jägerprüfung und die Ausbildung dazu aussieht, ist jedoch wieder Sache des Jagdgesetzes der einzeln Bundesländer.
Von diesem Gestaltungsrecht machen die Bundesländer auch regen Gebrauch. In einigen Bundesländern, wie zum Beispiel Rheinland-Pfalz, ist die Ausbildung sehr klar geregelt, andere Bundesländer wie Niedersachsen oder Hamburg lassen die Prüflinge ohne vorgeschriebene Ausbildung zu. Auch im Prüfungsschießen gibt es eine große Bandbreite. In Bayern wird in der Prüfung z.B. nur mit der Büchse geschossen. Man muss jedoch einen Nachweis über eine Ausbildung im Bereich Flinte mit einer entsprechenden Leistung beibringen. In den meisten anderen Bundesländern wird in der Prüfung mit Flinte und Büchse geschossen, in einigen auch mit der Kurzwaffe.
Also: Ein bundeseinheitlicher Jagdschein aber viele Möglichkeiten, die nötige Prüfung zu machen. Unterm Strich kann man sagen, dass die Prüfungen schon von der Schwere her vergleichbar sind, geschenkt bekommt man den Jagdschein nirgendwo.

Jungjäger Ausrüstung: Warum liegt der Fokus bei der Wahl des Prüfungsorts häufig auf Hamburg und wie sind die Jägerprüfungen in Deutschland geregelt?
Dierk Thönnes
: Aufgrund der einfachen Zugangsvoraussetzungen und häufigen Prüfungstermine fahren viele Jagdschulen über Landesgrenzen hinweg nach Hamburg oder Niedersachsen. Viele von diesem Schulen scheuen die Auflagen und Anforderungen, die die Behörden in ihren Heimatländern an Jagdschulen stellen. Plant man die Prüfungstermine des Bundeslandes bei der Organisation ein, kann man natürlich auch in der Region seine Prüfung machen.

Woran erkenne ich, ob die Ausbildung der Jagdschule gut ist?

Jungjäger Ausrüstung: Sieht man sich auf dem Markt der Jagdschulen um, gibt es diese wie Sand am Meer. Woran erkenne ich denn, ob meine favorisierte Jagdschule empfehlenswert ist?
Dierk Thönnes
: Es ist durchaus sinnvoll, für sich zu hinterfragen, was das Ziel der jeweiligen Jagdschule ist: Will die Jagdschule lediglich auf das Bestehen der Jägerprüfung hinwirken oder will sie Jäger ausbilden, die auch im späteren Jägerleben zurechtkommen? Wie groß ist Praxisanteil in der Ausbildung? Lernt man auch wichtige Dinge über den Prüfungsstoff hinaus? Welche jagdliche Einstellung wird vermittelt? – Jemand, der in einem jagdlichen Umfeld groß geworden ist, kann damit eventuell leben, wenn er nur zum Bestehen der Prüfung trainiert wird. Jemand ohne jede jagdliche Erfahrung wird sich gerade am Anfang schwer damit tun.
Was nützt es dem jagdlichen Anfänger, wenn er zwar den Jagdschein hat, sich aber auf der Jagd wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt. Nicht nur, dass er vermutlich keinen jagdlichen Erfolg haben wird, auch die Einladungen zur Jagd werden sehr bald knapp werden. Um sowohl die Fakten als auch die Zusammenhänge und das Verhalten zu vermitteln, braucht die Jagdschule eine ordentliche Ausstattung. Da nützt der bester Online-Kurs nicht viel, da müssen Anschauungsmodelle, Präparate und ein vernünftiges Lehrrevier her.

Foto: Jagdschule Eifel

Jungjäger Ausrüstung: Dazu gehört Wissen nicht nur theoretisch zu lernen, sondern praktisch anwenden zu können. Einen Jägerkurs in wenigen Wochen zu absolvieren bedeutet das Wissen für ein gesamtes Jagdjahr in wenigen Tagen aufsaugen zu müssen. Was man sonst in einem Jahr in der Natur sehen kann, muss man sich jetzt anhand von Bildern und Erzählungen aneignen. Damit das erfolgreich ist, ist eine enorme pädagogische Leistung notwendig!
Während der Jägerausbildung lernt man vieles, was die Einstellung des Jungjägers häufig ein Leben lang prägt. Dazu gehört nicht nur Praxiswissen, sondern auch die Einstellung gegenüber Jagdkultur, Waidgerechtigkeit, Gebrauchshunden und Privat-/Staatsjagd. Oftmals werden die Aussagen der Ausbilder nicht hinterfragt und übernommen. Für uns gehört zu einer Zielsetzung auch, dem Jagdschüler zu ermöglichen sich eine eigene Meinung zu bilden, anstatt die gängigen Klischees zu lehren. Z.B.: „Die beste Waffe ist die Blaser R8, nur ein Drahthaar ist ein brauchbarer Hund usw…“
Dierk Thönnes:
Das ist der Grund, warum die Schulen von den Herstellern gerne bezuschusstes Material wie Waffen und Optiken bekommen. Ich als Schule kann die Schüler mit etwas Geschick zu den jeweiligen Firmen „lenken“.

Jungjäger Ausrüstung: Durch die komplette Ausbildung führen in der Regel eine Hand voll Dozenten. Worauf sollte ich dabei achten? Wie wichtig ist ggf. ein entsprechende Ausbildung oder Studienabschluss?
Dierk Thönnes:
Die Chemie sollte stimmen! Die Ausbildung ist ein emotionaler und anstrengender Schritt. Wenn man sich jeden Morgen zum Unterricht quälen muss macht das die Sache nicht einfacher. Wenn der Ausbilder aber für die Sache brennt und mit Leidenschaft sein Wissen weitergibt, wird man Freude und Erfolg beim Unterricht haben. Das sollte man schon beim Vorgespräch spüren. Klar müssen solides Wissen und Erfahrung vorhanden sein. Aber was nützt das beste Fachwissen, wenn der Dozent es nicht an den Schüler bringen kann? Jeder kann es sicher nicht machen. Neben Fachkenntnissen sind auch pädagogische Fähigkeiten nötig.

Jungjäger Ausrüstung: Welche Aspekte der Jägerausbildung sollten noch im Gespräch geklärt werden?
Dierk Thönnes:
Die Kursgröße! Jumbokurse mit 20 und mehr Teilnehmern sind zwar gut für die Kasse der Jagdschule, aber der Unterricht leidet darunter.
Die Wartezeiten bei praktischen Übungen, beispielsweise Aufbrechen, der Waffenhandhabung oder dem Schießen werden schnell unerträglich. Auch wenn man bei der Jagd schon mal Geduld braucht, Man bezahlt um etwas zu lernen, nicht um zu warten. Wird die Lerngruppe in der Jagdschule beim Schießen oder Praktischen Übungen geteilt und von mehreren Dozenten betreut? Wir für unsere Jagdschule haben entschieden, dass die wir die Kursgröße auf 10 bis maximal 12 Personen beschränken. Alles andere ist uns zu unübersichtlich und unpersönlich.

Foto: Jagdschule Eifel

Jungjäger Ausrüstung: Stichwort Waffenhandhabung: Obwohl ich bei der Wahl der Jagdschule nach dem Ablauf der Waffenhandhabung fragte (”selbstverständlich immer mit mindestens zwei Ausbildern”), folgten warmen Worte in Telefongesprächen damals leider keine Taten. Die Waffenhandhabung brachten wir Schüler uns damals selbst bei, da nur ein Ausbilder anwesend war. Ein großes Problem, das sich dann in den Durchfallquoten der Schüler spiegelte. Was empfiehlst du angehenden Jägern konkret nachzufragen?
Dierk Thönnes:
Fragt ganz konkret nach, wie oft die Jagdschule zum Schießen geht! Ein oder zwei Tage an denen nur geschossen wird sind nicht so gut wie mehrere kurze Schießeinheiten. Wenn du an einem Tag hundert und mehr Rückstöße in Ihrer Schulter bekommen hast, wirst du wissen, was ich meine.
Gibt es die Möglichkeiten, Schießfehler in einer Simulationsanlage außerhalb der Schießtermine zu korrigieren? Wirst du bei den Übungen der Waffenhandhabung und Anschlagübungen von qualifiziertem Personal begleitet? Hier sind schnell Fehler in Fleisch und Blut übergegangen, die später nur schwer zu korrigieren sind.
Findet die Schießausbildung auf dem gleichen Stand statt wie die Prüfung? Gerade bei der Schießprüfung spielen die Nerven einem gerne einmal übel mit. Darum ist es ein enormer Vorteil, wenn man „Seinen“ Schießstand kennt und sich dort heimisch fühlt. Das gibt einem ein Gefühl der Sicherheit und ist gut für die Nerven.
Wie oft wird die Waffenhandhabung geübt und ab wann? Unsere Waffen und die dazu gehörige Munition ist so konstruiert, dass sie tödlich ist. Das sollen wir uns immer vor Augen halten. Deshalb darf sich bei der Waffenhandhabung kein Fehler einschleichen. Wenn das später im Jägerleben in die Hose geht, stehst du ggf. vor einem Richter, nicht dein Ausbilder! Darum muss dieses Thema sich wie ein roter Faden durch die Ausbildung ziehen. Schon zu Beginn sollte das nötige waffentechnische Wissen vermittelt werden. Dieses Wissen ist zwingend nötig, um sicher den Schießbetreib aufzunehmen. Die Waffenhandhabung sollte sich wie ein roter Faden durch die Ausbildung ziehen. So etwas kann man nicht oft genug üben!

Jungjäger Ausrüstung: Es lohnt sich also auch nach der Häufigkeit der Waffenhandhabung zu fragen. Das Wissen und die Praxis wollen später ja auch im Revier eingesetzt werden. Denkst du, dass virtuelle Angebote dazu beitragen können?
Dierk Thönnes:
Online-Unterstützung ist eine gute Sache, wenn sie wohl dosiert eingesetzt wird.
Zum Wiederholen und Vertiefen sind sie ein prima Medium. Von einem „Fernstudium“ rate ich ab. Wie will dein Dozent da auf dich und deine Belange eingehen?
Lernen hat etwas mit Begreifen zu tun. Je plastischer der Unterricht vermittelt wird, desto besser beliebt das gelernte im Gedächtnis. Dazu muss man die Dinge aber auch hinterfragen können und vielleicht auf einem anderen Weg erklärt bekommen.
Oft helfen das Anfassen, Riechen und Fühlen komplizierte Zusammenhänge besser zu verstehen und manchmal muss man auch einmal schmutzige Schuhe im Revier bekommen. Darum sollte man auch nachfragen, welchen Stellenwert die praktische Ausbildung einnimmt? Gibt es ein Lehrrevier? Wie wird dieses in die Ausbildung eingebunden? Die Frage ist, ob Zusammenhänge vermittelt oder nur Fakten und Daten gebüffelt werden?

Jungjäger Ausrüstung: So ein Ausbildungstag ist lang. Wenn man wochenlang von 8 bis 17 Uhr in der Schule sitzt, geht auch irgendwann die Konzentration weg. Wie schafft ihr es, die Konzentration zu erhalten? Einen ganzen Tag lang im Heintges (gängige Lehrbuchreihe für die Ausbildung) die wichtigen Stellen durchzugehen und anzumarkern, da raucht schon mal der Kopf.
Dierk Thönnes:
Wir verlegen die Wissensvermittlung nach Möglichkeit in den Morgen. Wenn die Aufmerksamkeit nachlässt, dann wird etwas Praktisches gemacht: Waffenhandhabung, Fragerunden, raus ins Freigelände usw. Wenn dann wieder Aufmerksamkeit da ist geht es weiter. Aber je später der Tag, desto kleiner die Einheiten.

Der erste Kontakt mit der Jagdschule ist entscheidend! – Achte auf dein Bauchgefühl!

Jungjäger Ausrüstung: Worauf sollte man bei der ersten Kontaktaufnahme mit der Jagdschule des Vertrauens achten?
Dierk Thönnes:
Wie werden Sie vom Team der Jagdschule betreut? Wenn man das Gefühl hat, man stört bei der ersten Anfrage, tun Sie sich den Gefallen und gehen eine Schule weiter. Wird Ihnen ein ausführliches Vorgespräch angeboten, bei denen Sie ihre Fragen stellen können und bei denen Ihnen die Abläufe erläutert werden?

Jungjäger Ausrüstung: Und was mache ich, wenn ich nicht die Gelegenheit habe, vor Ort zu sein, da ich nicht in der Nähe wohne?
Dierk Thönnes:
Dann könnte man beispielsweise nach Referenzen fragen. Berichte von ehemaligen Schülern sind Gold wert. Dennoch sollte man bei Bewertungen auf Portalen achtsam sein, da es sehr einfach ist, diese zu kaufen oder zu fälschen.

Jungjäger Ausrüstung: Jägerkurse sind offenbar sehr lukrativ. Für mich im Vorfeld war es sehr schwierig zu unterschieden, ob dem Jagdschulleiter nur das Geld oder die Wissensvermittlung interessiert.

Die Jagdschule hat dennoch hervorragende Onlinebewertungen. Rückblickend kann ich nur empfehlen, nicht auf Bewertungsportale zu vertrauen, sondern aktiv nach ehemaligen Schülern zu suchen. Es kann auch hilfreich sein, im lokalen Jägerverein nach Erfahrungswerten nachzufragen, denn vor der eigenen Ausbildung ist man einfach noch viel zu grün hinter den Ohren. Ich würde auch wenn irgend möglich darauf bestehen, die Schule zu besuchen.
Manche Schulen sind auch auf den großen Jagdmessen vertreten, doch sollte man dann beachten, dass diese Stände sehr teuer sind und sich das mit Sicherheit nicht jede Jagdschule leisten kann und will.
Dierk Thönnes:
Messen sind eine gute Möglichkeit, seine Einrichtung zu präsentieren. Aber Messen sind teuer und er Druck ist groß, zu Abschlüssen zu kommen. Die Jagdschule vorab zu besuchen ist immer gut. Bei dieser Gelegenheit kann man sich die Schule genauer ansehen. Das man eingeladen wird, die Räumlichkeiten zu besichtigen, sollte selbstverständlich sein. Davon sollten Sie auch Gebrauch machen. Wenn man Ihnen das verwehrt, wird man wohl etwas zu verbergen haben. Bei diesem Termin kommt es nicht darauf an, dass Ihnen jemand die Schule in Lodenkleidung mit Hut und Gamsbart präsentiert, sondern haben Sie das Gefühl, die Person wirkt glaubhaft und authentisch? Viele meiner Schüler nutzen die Gelegenheit zu einem intensiven Gespräch in unseren Räumen. Da lege ich auch großen Wert drauf. Das mindeste, was ich „verlange“ ist ein ausführliches Telefonat. Es ist auch schon vorgekommen, dass ich Kunden abgelehnt habe.

Alles eine Frage des Preises! – Auch bei der Jagdschule?!

Jungjäger Ausrüstung: Die Preise zwischen den Jagdschulen sind zum Teil groß. Woran liegt das?
Dierk Thönnes:
Bei den angegebenen Preisen werden oft Äpfel mit Birnen verglichen. Bitte prüfen Sie das Angebot genau. Oft kann sich das günstige Schnäppchen zum Groschengrab entwickeln. Prüfen Sie, was im Preis enthalten ist und was zusätzlich benötigt wird. Die Ausbildungsunterlagen schlagen oft mit einem erheblichen Betrag zu buche. Gute Bücher haben Ihren Preis, darum bitte prüfen, was ist enthalten in der Kursgebühr und was wird zusätzlich empfohlen.
Wer trägt das Risiko der Schießausbildung? Munition und Standgebühren läppern sich schnell zu einer beachtlichen Summe zusammen. Ist da wirklich alles inklusiv oder gibt es Obergrenzen, ab denen man selbst in die Tasche greifen muss? Wer stellt die Waffen zur Verfügung? Sind das auch die Waffen, mit denen in der Prüfung geschossen wird? Was soll das Leihen der Waffen kosten oder muss man die ggf. selbst kaufen? Wie sieht es mit der Prüfungsgebühr aus?
Ich empfehle, die Preise auf dieser Basis sachlich zu vergleichen.

Jungjäger Ausrüstung: Der Tag der Prüfung ist gekommen und so manchem harten Kerl schlackern die Knie. Hast du Tipps für diese Situation?
Dierk Thönnes:
Sind wir ehrlich, die Jägerprüfung zu bestehen ist nicht einfach. Zum erfolgreichen Absolvieren gehören neben Wissen sicher auch etwas Glück und ein gutes Nervenkostüm. Auch wenn die eigentliche Prüfung nicht öffentlich ist, so tut es doch gut, wenn ein bekanntes Gesicht der Jagdschule vor Ort ist. Etwas „Nervennahrung“ und eine kleine Stärkung zwischendurch kann nicht schaden. Viele Prüflinge kommen mit leerem Magen zur Prüfung, weil Sie vor Aufregung einfach keinen Bissen runter bekommen. Irgendwann kommt dann der kleine Hunger. Dann ist eine Kleinigkeit zum Knabbern Gold wert.


Jungjäger Ausrüstung: Bei Ausbildungsantritt arbeitet man ja aufs Bestehen der Jägerprüfung hin. Aber was, wenns nicht so läuft wie geplant?
Dierk Thönnes:
Wenns am Ende der Prüfung nicht das lang ersehnte Zeugnis gibt, sollte man überprüfen, ob es die Möglichkeit der Nachschulung in den Problemfächern zur nächsten Prüfung gibt. Hier kann man auch schon vor Ausbildungsantritt nachfragen. Dazu gehören ebenfalls die Kosten.
Jagdschulen, die eine Garantie zum Bestehen der Prüfung geben halte ich übrigens für unseriös. Da lohnt sicher ein Blick ins Kleingedruckte, ab wann der Vertragspartner die Prüfung als nicht bestanden ansieht. Wenn es dann einen „Ausbildungsvertrag“ gibt, der auf einen Bierdeckel passt sollte man skeptisch werden. Sicher ist ein umfangreicher Vertrag kein Indiz für eine gute Ausbildung. Aber je genauer Rechte UND Pflichten der beiden Vertragspartner formuliert sind, desto klarer sind die Spielregeln.

Jungjäger Ausrüstung: Lieber Dirk, ich hoffe, wir haben damit schon viele Fragen unserer Leser beantwortet. Ich danke dir ganz herzlich, dass du dir die Zeit für den Artikel genommen hast!
Dierk Thönnes:
Ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführungen keinen abgeschreckt habe, den Jagdschein zu machen. Neben vielen Fakten, die man abchecken kann, sollte man sich sicher auch auf seine Menschenkenntnis verlassen und von seinem Bauchgefühl leiten lassen, schließlich hat auch die Jagd viel mit Instinkt zu tun…
Scheuen Sie sich nicht, Ihrer möglichen Jagdschule, viele Fragen im Vorfeld zu stellen. Die Ausbildung kostet eine Menge Geld, Ihr Geld und das ist oft hart verdient. Entsprechend gilt das Motto: Drum prüfe wer sich bindet.

Habt ihr noch Fragen zur Auswahl der Jagdschule? Dann stellt sie uns in den Kommentaren!
Und wenn ihr euch für Dierks Jagdschule interessiert, kommt ihr hier zu seiner Webseite.

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